Anti-Gewalt-Training II

Anti – Gewalt – Training in der sekundären Prävention (AGT2)
Ein AGT 2 findet in Gruppen statt, in der es bereits zu großen Spannungen und Regelverletzungen gekommen ist. Gewalttaten sind infolge der Spannungen, des Verhaltens und der Einstellungen der Teilnehmer zu befürchten. Kennzeichnend für die Teilnehmer sind meist ein geringes Selbstwertgefühl und eine geringe Frustrationstoleranz.

Ziele
1. Gewaltverhindernder Umgang mit den aggressiven Persönlichkeitsanteilen
• bewusste Wahrnehmung der aggressiven Gefühle
• Verhalten bei Aggression und Wut (Weggehen, sich abreagieren) = Notfallplan
• Wahrnehmen und Aushalten von Nähe
• Erkennen der eigenen Befindlichkeit in Konfliktsituationen
• Wahrnehmung eigener Täter Opfer Dispositionen (Gewalt als Lebensgefühl)
• Aushalten von Konfrontation, Provokation und Frustration
• Reduzierung von Feindlichkeitswahrnehmung
2. Die Entwicklung sozialer Kompetenzen
• Regeln beachten
• Methoden zu den 5 Teilkompetenzen aus dem AGT1

Ein AGT2 umfasst mindestens 24 Treffen bzw. 48 Schulstunden mit einem abschließenden Projekt in Form von Theater, Kunst oder eine erlebnispädagogische Maßnahme.Nach Abschluss des Trainings kann eine Fortführung in der Institution stattfinden.